SPDqueer SH

Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung

Allgemein

Homosexualität ist keine Krankheit! Oder vielleicht doch?

 

An die
SPD Schleswig-Holstein
▪ Mitglieder des Landesvorstandes
▪ SPD Mitglieder im schleswig-holsteinischen Landtag
▪ schleswig-holsteinischen SPD Bundestagsabgeordneten

Juli 2018

Homosexualität ist keine Krankheit! Oder vielleicht doch?

Seit Jahren laufen selbsternannte Homoheiler durch Vereine und Institutionen; sie bieten Seminare und Behandlungen an. Ihr Ziel: Homosexuelle zu Heterosexuellen zu machen. WIE? Die Methoden reichen von Hypnose, Handauflegen bis hin zur Homöopathie. WER? Religiöse Vereine und Institutionen, Ärzte und Psychologen. WO? Überall und auch hier in Deutschland!
Seit Jahren warnen Psychologieverbände davor, dass solche Therapien homosexuelle Menschen in den Selbstmord treiben können. Trotzdem sieht die deutsche Bundesregierung bis jetzt keinen Handlungsbedarf. In einer Stellungnahme hieß es, dass sie solche Therapien zwar ablehnen, aber keinen Grund sehen, sie zu verbieten.

Daher fordert die SPDqueer SH den Landesverband der SPD Schleswig-Holstein auf, sich aktiv und verstärkt gegen sogenannte Homoheilerangebote einzusetzen. Vereinen, Institutionen, Psychologen und Ärzten, die solche Behandlungen vermitteln und anbieten, MUSS die Zulassung entzogen werden. Sie gefährden die psychische und physische Gesundheit hunderter homo-, bi- und transsexueller Menschen.

 

Maik GrillRenate BrunkertRené Reincke
LandesvorsitzenderStv. LandesvorsitzendeStv. Landesvorsitzender

CSD Empfang der Landeshauptstadt Kiel

 

 

Anlässlich des CSDs in Kiel hat die Landeshauptstadt
zu einem Empfang eingeladen.

 

Der Landesvorstand der SPDqueer SH war auf Einladung vertreten.

Im Rahmen dieser Veranstaltung haben wir die Anprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Landespolizei Schleswig-Holstein kennen gelernt.

Bei einem sehr interessanten und informativen Gespräch haben wir gleich die Chance genutzt die beiden Polizeibeamten für eine der nächsten Landesvorstandssitzungen eingeladen.

 

v.l.n.r. Jens Puschmann (Polizei SH), Stefani Paulsen-Wülfing (Mitglied des Landesvorstandes), René Reincke (stv. Landesvorsitzender), Renate Brunkert (stv. Landesvorsitzende), Maik Grill (Landesvorsitzender) und Tobias Kreuzpointner (Polizei SH)

 

SPDqueer SH in Rendsburg

Landesvorstand SPDqueer SH

v.l.n.r. R. Reincke, R. Brunckert, S. Paulsen-Wülfing, A. Schramm und M. Grill


Heute hat der Landesvorstand der SPDqueer SH in Rendsburg getagt.

Schwerpunktthemen:
  • Präzenz bei den CSD`s in SH (07.07. in Kiel und am 18.08. in Lübeck)
  • SPDqueer Bundesausschuss
  • Vorbereitung einer Mitgliederversammlung
  • Vorbereitung eines Nordländertreffen der SPDqueer

 

Beschluss der AG SPDqueer SH

Simone Lange (Oberbürgermeisterin Flensburg)

 

 

 

CSD Kiel 2017 – Impressionen

Bei fremd Bildern ist das Copyright auf dem Bildern vermerkt.

EHE FÜR ALLE

Nach langem Kampf – endlich Gleichberechtigung!

Zum heutigen Beschluss des Bundestages zur Öffnung der zivilrechtlichen Ehe für gleichgeschlechtliche Paare erklärt die Bundesvorsitzende der SPDqueer – Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung, Petra Nowacki:

Der Beschluss des Deutschen Bundestags, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, ist ein historischer Meilenstein für den gesellschaftlichen Fortschritt in Deutschland.

Die Eheöffnung ist das Ergebnis eines ausdauernden und stetigen Kampfes von Aktivistinnen und Aktivisten und Bürgerrechtsbewegungen der queerpolitischen Community. Der Forderung nach der Eheöffnung erheben auch die SPD und die SPDqueer schon seit langer Zeit, weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist, nicht durch eine „Ehe zweiter Klasse“ diskriminiert zu werden.

Bei allen gleichstellungsrelevanten Themen hat die Union in dieser Legislaturperiode wichtige Gesetzesvorhaben blockiert, so auch die Ehe für alle. In dieser Woche hat die SPD die Abstimmung im Bundestag durchgesetzt. Es ist gut, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages heute frei nach ihrem Gewissen abstimmen konnten und die zivilrechtliche Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wurde.

Diese Woche hat gezeigt, dass die SPD und Martin Schulz Garanten für eine fortschrittliche Gleichstellungs- und Gesellschaftspolitik sind. Die SPDqueer wird weiterhin die Basisarbeit dafür leisten, dass die SPD auch in Zukunft der Motor für die Entwicklung fortschrittlicher Positionen in der Queerpolitik bleiben wird. Es gibt noch viel zu tun! Aber heute feiern wir erst einmal! Wir haben nach den vielen Jahren allen Grund dazu!

PM zum Koalitionsausschuss | SPDqueer verärgert über Rückwärtsgewandtheit der CDU/CSU bei Ehe für alle

 

Zu den Ergebnissen des Koalitions-Ausschusses vom 29. März 2017 erklärt die Bundesvorsitzende der SPDqueer-Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung, Petra Nowacki:

Die Rückwärtsgewandtheit und der Widerstand der Unionsfraktionen gegen den gesellschaftlichen Fortschritt und die Gleichstellung von queeren Menschen sind unsäglich.

Es ist ein Unding, zu behaupten, es läge mit der Ablehnung der Ehe für alle keine Diskriminierung vor. Inzwischen gibt es zahlreiche Rechtsgutachten, die klarstellen, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, zwischen Verbindungen von Menschen verschiedenen und Menschen gleichen Geschlechts zu unterscheiden. Grundlose Unterscheidungen sind eindeutig Diskriminierungen.

Im Koalitionsvertrag steht: „Wir werden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden. Rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir beseitigen.“

Für uns hält sich die CDU/CSU-Fraktion mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Ehe für alle nicht an den Koalitionsvertrag. Wir respektieren grundsätzlich, wenn sich Koalitionspartner dazu verpflichten, nicht mit wechselnden Mehrheiten zu stimmen. Wenn sich aber eine Seite in einer Sache nicht an den Koalitionsvertrag hält, sehen wir keinen Grund dafür, dass sich die andere Seite in derselben Angelegenheit nach wie vor der ursprünglich vereinbarten Verpflichtung unterwirft.

Wir fordern die SPD-Fraktion daher auf, einen Weg zu suchen, dass die Ehe für alle noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt wird.

Sollte das nicht gelingen, ist für uns eines klar: In der Zukunft darf es keinen Koalitionsvertrag mehr geben, in dem die Ehe für alle und die zeitnahe Umsetzung des Gesetzesvorhabens nicht klar und eindeutig geregelt sind.

Besonders perfide ist es aus den Reihen der Union zu hören, es hätte der SPD klar sein müssen, dass sich CDU und CSU in dieser Sache nicht bewegen würden, und man solle doch ruhig mit der Ehe für alle in den Wahlkampf ziehen. Was da unterschwellig mitklingt, mag jeder und jede für sich selbst interpretieren. Aber nein liebe CDU/CSU. Die Bürgerinnen und Bürger sind fortschrittlicher und unterstützen die Ehe für alle mit einer überwältigenden Mehrheit.

 

Die Qualität einer Demokratie misst sich an deren Umgang mit ihren Minderheiten!

Zeit für Gleichberechtigung in einer fortschrittlichen Gesellschaft

 

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